Sanierungen Traunseetram – Bereich Falkenohren – Weidach

Im Zeitraum von 10. August bis 30. Oktober 2026 werden auf der Strecke der Traunseetram zwischen Weidach und Vorchdorf umfangreiche Baumaßnahmen umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sanierung des Streckenabschnitts in Weidach, die Zusammenlegung und Modernisierung der Haltestellen Falkenohren und Weidach sowie der Neubau der Eisenbahnbrücke über die Laudach.

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Teil 1: Streckensanierung Traunseetram – Weidach km 12,847 – 13,282 mit Erneuerung Fahrbahnübergang bei Eisenbahnkreuzung (EK) km 13,262 – Vorchdorfer Landesstraße

Im Bereich Weidach von Bahn-km 12,847 bis 13,282 wurde die Strecke auf einer Länge von rund 435 Metern umfassend saniert. Dabei wurden sowohl der Bahnkörper als auch der komplette Oberbau erneuert. Ein weiterer Schwerpunkt war die Erneuerung des Fahrbahnübergangs an der Eisenbahnkreuzung bei der Vorchdorfer Landesstraße L1306.

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

  • 435 Laufmeter Gleissanierung mit Erneuerung des Bahnkörpers (Unterbau) und Erneuerung des kompletten Oberbaus (Schienen, Schwellen, Gleisschotter)
  • 50 cm Kalk-/Zementgemisch zur Untergrundstabilisierung – in den Unterbau eingearbeitet
  • Einbau 15cm ungebundene obere Tragschicht auf Geotextil Bahn
  • Einbau ca. 1.000 Tonnen Granit-Gleisschotter mit Schotterbettstärke 40cm
  • Einbau 635 Stück Betonschwellen
  • Einbau von 610 Laufmeter neuer Fahrschienen Form S49 E1 – aluminothermisch und lückenlos verschweißt zur Verschleißreduzierung und Erhöhung des Fahrkomforts
  • Maschinelle Gleisstopf- und Planierarbeiten im Baustellenbereich, sowie als Erhaltungsstopfarbeiten auf der Strecke
  • Einbau BOTRACK-Gleistragplatten der Gmundner Fertigteile als Fahrbahnübergang bei der Eisenbahnkreuzung in Bahn-km 13,262 – Vorchdorfer Landesstraße L1306
  • Erneuerung Fahrleitungsmaste im Sanierungsabschnitt
  • Teilweise Neuverlegung bestehender Kabeltröge im Sanierungsabschnitt 

Teil 2: Zusammenlegung Hast. Falkenohren und Hast. Weidach als „Hast. Falkenohren“ nach Bahn-km 12,874

Im Zuge der Arbeiten wurden die bestehenden Haltestellen Falkenohren bei Bahn-km 12,713 und Weidach bei Bahn-km 13,040 abgebaut. Bei der Haltestelle Weidach handelte es sich bisher um einen Erdbahnsteig ohne Wartehaus.

Neuerrichtung Haltestelle Falkenohren in Bahn-km 12,874

  • 435 Laufmeter Gleissanierung mit Erneuerung des Bahnkörpers (Unterbau) und Erneuerung des kompletten Oberbaus (Schienen, Schwellen, Gleisschotter)
  • Errichtung von 65 Laufmeter Bahnsteigkanten mit Höhe 24cm über SOK (Schienenoberkante) – gesetzt auf Ortbetonfundamenten – zum barrierefreien Ein- und Ausstieg der Fahrgäste in und aus den Triebwagengarnituren.
  • Bahnsteig asphaltiert mit Blindenleitsystem und behindertengerechten Zu- und Abgängen.
  • Wiederverwendung der abgebauten Wartehauskomponenten (Betonelemente System Gmundner Fertigteile).
  • Fahrradunterstand überdacht.
  • Bahnsteigbeleuchtung 

Teil 3: Neubau Eisenbahnbrücke km 13,015 über die Laudach – im Sanierungsabschnitt

  • Errichtung einer Stahl-Trogbrücke mit Stützweite = 16,80m, einer Gesamtlänge von 17,62 m und einer Gesamtbreite von 6,91 m – für Achslasten bis 18 t.
  • Die beiden Brückenwiderlager sind auf jeweils 14 Stück. Bohrpfählen pro Widerlager gegründet.
  • Zur Reduktion der Bauzeit und der damit verbundenen Gleissperre werden die beiden Brückenwiderlager mittels Ortbeton-Pfahlkopfplatte und darauf aufgesetzten Fertigteil-Lagerbänken errichtet.
  • Das Stahltragwerk wird komplett, in einem Stück, per Sondertransport am Straßenweg angeliefert und in den Nachtstunden von 19.10. auf 20.10.2026 mit zwei Autokränen eingehoben.
  • Anschließend Verlegung des Oberbaus (Gleisschotter, Schwellen + Schienen) und Lückenschluss zu o.a. Gleissanierung mit maschineller Gleisstopfung und Herstellung lückenlos verschweißten Gleises.

Mit diesen Maßnahmen investieren wir weiter in eine moderne, sichere und zukunftsfähige Bahninfrastruktur. Neben der nachhaltigen Verbesserung des Fahrwegs und der Bahnstromanlage sollen die Arbeiten auch zu mehr Fahrkomfort und einer schrittweisen Erhöhung der Streckengeschwindigkeit beitragen.